LINKE Hartz4-Hilfe Wetterau

Wo erhalten Sie Rat und Hilfe, wenn es Probleme mit dem Jobcenter oder bei der Sozialhilfe gibt? Wer hilft beim Ausfüllen von Formularen? Wer hört sich auch mal Sorgen oder Schwierigkeiten an und begleitet Sie zu Behördenterminen?
Die „Linke Hartz4-Hilfe Wetterau“ wurde von Menschen gegründet, die Erfahrung mit Hartz4 gemacht haben.

665 15 8 2019 Vortand H4 Hilfe (v.l.n.r.) Peter Eickmann (Kasse), Anja ElFechtali (Vorsitzende), Karlheinz Hofmann (stellvertretender Vorsitzender)

Der Verein bietet:

  • ehrenamtlich Sprechstunden im Roten Laden an
    (Usagasse 23, Friedberg).
  • Jeden Montag von 14 bis 16 Uhr und jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr (werktags) können Sie Rat und Hilfe erhalten.
  • Wenn Sie das möchten, können Sie sich auch selbst engagieren.
  • Im Notfall: das Nottelefon ist derzeit wegen Krankheit nicht in Betrieb,
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Aktuell:

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Armut ist keine Frage der Einstellung. Armut ist eine Folge von Niedriglöhnen und unsozialen Hartz-Gesetzen

Diese Pressemitteilung wurde leider in der Wetterauer Zeitung nicht abgedruckt.
Wir antworten damit auf einen Artikel in der WZ vom 14. Oktober 2019.

„Der Artikel in der Wetterauer Zeitung vom 14. Oktober 2019 „Sie wollen keine Almosen“
schliddert knapp an der Unverschämtheit vorbei“, sagt Anja ElFechtali, Vorsitzende des Vereins
„Linke Hartz4-Hilfe Wetterau“.
In diesem Artikel wird der Vorsitzende der Friedberger Tafel, Peter Radl, zitiert. Er bezeichnet
Armut als eine innere Haltung und streitet ab, dass es eine Definition für Armut gäbe. Das ist
falsch, denn es gibt sehr wohl gültige Definitionen für Armut und Armutsgefährdung. So definiert
die Europäische Union Menschen als armutsgefährdet, wenn ihr Einkommen unter 60 Prozent des
Medianeinkommes liegt. Dies ist auch die gültige Definition der Bundesregierung.
„Wenn Radl diese Armutsdefinitionen in Frage stellt, reiht er sich bei den politischen Kräften ein,
die die staatlichen Leistungen abbauen wollen. Auch diese bestreiten eine Armutsgrenze“, ärgert
sich ElFechtali. „Getoppt wird das noch durch die Aussage: Wir brauchen die Menschen (…) um
den Gedanken der Nachhaltigkeit umzusetzen.“
ElFechtali sieht darin eine Alibiaussage: „Menschen aus stabilen gesellschaftlichen Verhältnissen
wollen ihr Gewissen beruhigen und nichts an den Ursachen der Armut ändern. Unter dem
Deckmantel der Nachhaltigkeit wird nicht deutlich, dass soziale Rechte abgebaut wurden und
deshalb heute von mildtätigen Einrichtungen wie der Tafel abgefangen werden müssen.
Natürlich sei es ein Problem, dass so viele Lebensmittel weggeworfen werden Doch es gebe auch
andere Möglichkeiten, als die Tafeln. Supermärkte könnten beispielsweise die Lebensmittel stark
verbilligt abgeben.
„Dass man arme Menschen braucht, um Nachhaltigkeit umzusetzen, ist zynisch!
Nachhaltigkeit geht ALLE Gellschaftsgruppen an. Das geht ohne die Tafeln! Zum Beispiel mit
ausreichenden Mindestlöhnen, mit einer ausreichenden Grundsicherung und ausreichenden
Renten. Nachhaltigkeit betrifft nicht nur die armen Menchen und kann nicht mit Mildtätigkeit
umgesetzt werden.“

Einladung zum vierten Forum der Linken Hartz4-Hilfe

Sprechstunde im Roten Laden

Sozialsprechstunde der Linken Hartz4-Hilfe:
Montags 16 bis 18 Uhr und donnerstags 16 bis 18 Uhr.
Roter Laden, Usagasse 23, Friedberg
(werktags; während der Schulferien nur Notdienst)
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; mit Wartezeit ist zu rechnen.

Das Hartz IV System frisst immer mehr Milliarden

Fast 6,6 Millarden Euro verschlingt das Hartz IV System für die Verwaltung

Jedes Jahr werden Rekordsummen für die Verwaltung im Hartz IV System ausgegeben. Und jedes Jahr sprengen die Verwaltungskosten das ursprünglich zugeteilte Budget. Das ergeht aus einer Untersuchung des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ). Erstaunlich ist das deshalb, weil eigentlich die Zahl der Hartz IV Bezieher gesunken ist.

Laut den Berechnungen der Arbeitsmarktexperten des BIAJ haben die Kommunen und der Bund im vergangenen Jahr rund 6,55 Millarden Euro für die Verwaltungskosten der Jobcenter berappen müssen. Die tatsächlich veranschlagten Ausgaben wurden somit um ein Vielfaches übertroffen. Ursprünglich waren nämlich etwa 2 Milliarden Euro hierfür veranschlagt. Für der Berechnung des BIAJ wurde auch der Anteil mit einbezogen, den die Kommunen aufbringen mussten.

Immer weniger Hartz IV Bezieher – immer höhere Verwaltungskosten
Trotz sinkender Anzahl von Hartz IV-Leistungsberechtigten sind die Kosten für die Verwaltung erstaunlicherweise seit dem Jahre 2012 jedes Jahr gestiegen. So lag die Zahl der Regelleistungsberechtigten zuletzt bei rund 5,66 Millionen.

Damit der aufgeblähte Apparat am Leben gehalten wird, schichten die Jobcenter Millardensummen aus dem Etat für arbeitsmarktpolitische Förderung in den Verwaltungshaushalt um. Was viele nicht wissen: “Die Ausgaben für Förderungen von Hartz-IV-Beziehern liegen deutlich unter den Ausgaben für die Verwaltung und lagen 2017 bei insgesamt 3,659 Milliarden Euro”. Somit wird extrem viel Geld, das eigentlich für die Förderung von Arbeitssuchenden gedacht war, für den Verwaltungsausbau geklaut.

Linke Hartz4-Hilfe beim Imagine Peace Day

Am 6. April 2019 beteiligte sich unser Verein am Imagine-Peace-Day in Friedberg.
Unser Informationsstand war gut besucht und viele Menschen unterschrieben den Appell "abrüsten statt aufrüsten". Auch die Hasen fanden großen Zuspruch.

Der Infostand ist aufgebaut. Jetzt kann es losgehen!

Die Hasen gehen mit zur Demonstration.

In der hasenwerkstatt werden die Osterhasen geboren.

Herzliche Einladung zur Information und Diskussion

Flyer A5 Willi Imagine peace

Chor:

220 chor logo

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