SOS-Sozialsprechstunde

Wo erhalten Sie Rat und Hilfe, wenn es Probleme mit dem Jobcenter oder bei der Sozialhilfe gibt? Wer hilft beim Ausfüllen von Formularen? Wer hört sich auch mal Sorgen oder Schwierigkeiten an und begleitet Sie zu Behördenterminen?
Die „Linke Hartz4-Hilfe Wetterau“ wurde von Menschen gegründet, die Erfahrung mit Hartz4 gemacht haben.

665 15 8 2019 Vortand H4 Hilfe (v.l.n.r.) Peter Eickmann (Kasse), Anja ElFechtali (Vorsitzende), Karlheinz Hofmann (stellvertretender Vorsitzender)

Der Verein bietet:

  • ehrenamtlich Sprechstunden im Roten Laden an
    (Usagasse 26, Friedberg).
  • Jeden Montag von 14 bis 16 Uhr und jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr (werktags) können Sie Rat und Hilfe erhalten.
  • Wenn Sie das möchten, können Sie sich auch selbst engagieren.
  • Email:

 

Aktuell:

Pressemitteilung: Sozialkompass für die Wetterau: Dritte überarbeitete Auflage ist fertig.

Sozialkompass für die Wetterau: Dritte überarbeitete Auflage ist fertig
Verein SOS – Sozialsprechstunde im Roten Laden neu gegründet

Die Dritte überarbeitete Auflage des Sozialkompasses für die Wetterau ist fertig. Ab 1. März 2024 kann der Kompass in der Friedberger Usagasse 26 erworben werden - während der Sprechstunden montags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Er kostet 4 Euro, Hilfesuchende zahlen 1 Euro. Unter der Mailadresse kann man ihn auch bestellen.
Der neue Verein „SOS - Sozialsprechstunde im Roten Laden“ gibt den Sozialkompass in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen und der Fraktion DIE LINKE. im Kreistag heraus. Im Kompass sind soziale Anlaufstellen und nützliche Adressen zusammengestellt, was die mühsame Suche nach Kontaktdaten im Netz erspart und den Zugang zu Hilfeangeboten erleichtert.
Nach mehr als zehn Jahren stellte der Verein „Linke Hartz4-Hilfe Wetterau“ seine Arbeit ein. Zur Fortsetzung der Arbeit wurde ein neuer Verein gegründet: „SOS – Sozialsprechstunde im Roten Laden“.
Die Neugründung war durch die Einführung des Bürgergelds notwendig geworden. Zudem beschränkt sich die Arbeit schon lange nicht mehr allein auf das Jobcenter und das SGB II. Hilfe ist auch nötig beim Sozialamt, Ausländeramt, der Unterhaltsvorschusskasse, bei Behinderungen, Krankheiten, Problemen mit Vermietern, Jahresabrechnung der Umlagen oder des Energieversorgers und der Stadtwerke, bei Schulden, bei schulischen Angelegenheiten, beim Verstehen von Formularen und Briefen und vielem mehr. Zu den Sprechstunden kommen derzeit durchschnittlich 20 Hilfesuchende pro Termin. Im Lauf des Jahres 2023 wurden 1200 Hilfegespräche geführt.
Nach einer Mitgliederkampagne im vergangenen Jahr hat der Verein SOS - Sozialsprechstunde inzwischen 250 Mitglieder. Sie stammen aus 17 Nationen und leben in 33 Kommunen (nicht nur im Wetteraukreis). Ein erweiterter Vorstand wurde nötig, um mehr Ideen und Interessen einzubeziehen. Im Vorstand arbeiten ehrenamtlich neun Mitglieder aus fünf Herkunftsnationen mit. Viele Mitglieder helfen inzwischen bei der Sozialsprechstunde. Vor allem, wenn Übersetzungen nötig sind.
Der neue Verein ist gemeinnützig und freut sich über weitere Unterstützerinnen und Unterstützer. Wer möchte, kann bei den Sprechstunden mithelfen, besonders um die derzeit langen Wartezeiten der Hilfesuchenden zu reduzieren. Und jeder weiß: auch helfen kostet Geld und deshalb werden Fördermitglieder gesucht. Spenden sind steuerlich absetzbar.

Die Sozialsprechstunde macht Winterferien

Letzte Sprechstunde im alten Jahr: Donnerstag, 21. Dezember 2023 von 16 bis 18 Uhr.

Achtung: Wegen mehrerer Corona-Erkrankungen fällt die Sprechstunde am 21. 12. aus!

Erste Sprechstunde im Neuen Jahr 2024:
Montag, 15. Januar 14 bis 16 Uhr.

Dann geht es weiter wie gewohnt: montags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr,

 

Das Team von SOS wünscht allen einen guten Rutsch ins Jahr 2024! Gute Erholung! Bleiben Sie gesund!

Die Linke Hartz4-Hilfe gibt es nach fast 11 Jahren nicht mehr. Der neue Verein heißt "SOS -Sozialsprechstunde im Roten Laden"

Liebe Freundinnen und Freunde des Vereins "Linke Hartz4-HJilfe Wetterau"!
Wir bedanken uns für mehr als zehn Jahre Unterstützung und Ermutigung!
Viele von Ihnen haben für unsere Arbeit gespendet, denn auch Helfen kostet Geld!
Viele haben uns zur Seite gestanden, wenn Probleme zu lösen waren. Viele haben bei der Srechstunde im Roten Laden geholfen: als Dolmetscher, bei Behördengängen, in der Küche, beim Schriftverkehr und bei zahllosen anderen Arbeiten. Und viele haben Ihr Wissen und ihre Ideen eingebracht. 
Dafür herzlichen Dank!

Wir werden diese homepage in den nächsten Wochen umgestalten. 

 

Jetzt haben wir ein neues Kapitel aufgeschlagen:

SOS –  Sozial-
sprechstunde
im Roten Laden

Nach 10 Jahren brauchte unser Verein eine General-überholung. 
Erstens wurde Hartz4 umgetauft in „Bürgergeld“. Zweitens beschränkt sich die Arbeit des Vereins nicht mehr allein auf das Jobcenter und das SGB II. Hilfe ist auch nötig beim Sozialamt, Ausländeramt, der Unterhalts-vorschusskasse, bei Behinderungen, Krankheiten, Problemen mit Vermietern, Jahresabrechnung der Umlagen oder des Energieversorgers und der Stadtwerke, bei Schulden, bei schulischen Angelegenheiten, beim Verstehen von Formularen und Briefen und vielem mehr.
Und drittens ist nach einer Kampagne zum 10-jährigen Bestehen die Zahl der Mitglieder auf 200 angewachsen. Sie stammen aus 17 Nationen und leben in 33 Kommunen (nicht nur im Wetteraukreis).
Viele Mitglieder helfen inzwischen bei der Sozialsprechstunde mit. Vor allem, wenn Übersetzungen nötig sind. Aber auch mit gegenseitiger moralischer Unterstützung: Sie bringen ihre Erfahrungen ein, erklären bürokratische Vorgehensweisen, begleiten zu Terminen, ermuntern, ermahnen und lachen - kurz: Sie helfen, einen solidarischen und geschützten Raum zu schaffen.
Ein erweiterter Vorstand wurde nötig, um mehr Ideen und Interessen einzubeziehen. Es müssen mehr Spenden eingeworben werden. Jeder weiß, dass auch Helfen Geld kostet.
Der Verein hat sich diesen Herausforderungen gestellt:
Der neue Name ist jetzt „SOS – Sozialsprechstunde im Roten Laden“.
Der neue Vorstand hat die Satzung überarbeitet. Der Verein ist gemeinnützig.

Erneuerung – aber keine Akzeptanz von Armut

Im November 2012 haben wir den Verein „Linke Hartz4-Hilfe Wetterau“ gegründet. Das Gründungsteam waren Menschen, die mit sozialen Verwerfungen ihre Erfahrungen gemacht hatten: Entweder, weil sie selbst Leistungen vom Jobcenter benötigten oder weil sie beruflich mit sozialen Notlagen konfrontiert waren.

Mit viel zu wenig Ahnung aber mit viel gutem Willen und Widerstandsgeist haben wir begonnen. Seit Januar 2013 bieten wir zweimal in der Woche Sozialsprechstunden im Roten Laden in Friedberg an. Die Menschen, die unsere Hilfe beanspruchen, sollen einen solidarischen Raum vorfinden, wo sie sich nicht schämen und verstecken müssen, wo sie wieder zu Kräften kommen können und lernen, gegen Schikanen zu bestehen und im Behördendschungel ihre gesetzlich garantierten Rechte durchzusetzen.
Aber zuerst mussten wir selbst viel lernen. Das Sozialgesetzbuch ist umfangreich, vielschichtig und es wird oftmals verändert. Hunderte Hilfegespräche und zahlreiche Fortbildungen später waren wir selber davon überrascht, dass wir nun schon seit zehn Jahren arbeiten.

Doch wir wollen uns nicht auf Mildtätigkeit beschränken. Von Anfang an waren auch politische Interessen-vertretung und Aufklärung über soziale Verwerfungen das Ziel. Deshalb machen wir Öffentlichkeitsarbeit.
Zwei unserer Mitglieder sind Abgeordnete im Wetterauer Kreistag. Sie bringen die Themen aus der Sozialsprechstunde dort immer wieder zur Sprache, zum Beispiel: Wohnungsnot im unteren Preissegment, Rückgang der Sozialwohnungen um 40 Prozent, steigende Armutsquote, Kinderarmut, repressives Behördenhandeln, die Forderungen nach einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft und nach Sozialtarifen für ÖPNV und Energie.

Wir veranstalten politische Diskussionsforen. Dazu bemühen wir uns um versierte Referenten und laden nicht nur Betroffene sowie Bürgerinnen und Bürger, sondern mit Nachdruck auch Personen aus der lokalen Politik, aus den Kirchengemeinden, den Gewerkschaften, Vereinen und der Zivilgesellschaft ein. Es geht darum, Sensibilität für Armut zu schaffen und sozialpolitisch engagierte Mitstreiter:innen für die Armutsbekämpfung zu gewinnen.

Bisher fünf Foren für soziale Gerechtigkeit:

2015 - „Mildtätigkeit – Armutszeugnis für ein reiches Land!“ mit Professor Dr. Stefan Selke.
2016 – „Wohnen macht arm. - Bezahlbarer Wohnraum für ALLE!“ mit Dr., Sebastian Schipper (Frankfurt) und Franz Parteder (KPÖ Graz).
2018 – „Kinderarmut – Ene mene muh und raus bist du?“ mit Professor Dr. Michael Klundt.
2019 – „Ist das möglich? Klima retten ohne soziale Gerechtigkeit?“ mit dem Publizisten Werner Rügemer und MdB Sabine Leidig.
2022 – „Reichtum für wenige – Armut für viele?“ mit Dr. Christoph Butterwegge.

Ausblick in die Zukunft

2022 lag die Armutsquote in Hessen bei 18,5 Prozent. Jedes vierte Kind ist am.
Leider wird sichtbar, dass die Armut nicht abnehmen wird. Das unzureichende Bürgergeld und eine weniger als halbherzige Kindergrundsicherung lassen keine hohen Erwartungen zu. Für die ärmste Gruppe, die alleinerziehenden Mütter und ihre Kinder, bringt die Kindergrundsicherung keine Entlastung. Es ist offensichtlich geplant, die Hilfen für Migrantinnen und Migranten stark einzuschränken. Die Bundesmittel für die Arbeitsförderung wurden drastisch gekürzt.

Wir müssen uns also darauf einstellen, dass unsere Arbeit dringend notwendig bleibt. Unser Ziel ist es, die Selbsthilfe und Handlungsfähigkeit der Betroffenen zu stärken. Der neue Vorstand hat dazu schon einige Ideen gesammelt. Zum Beispiel soll mit der Beratungsstelle des DGB in Frankfurt „Faire Mobilität Hessen“ (beim Europäischen Verein für Wanderarbeiterfragen e.V.) Kontakt zur Durchführung einer ersten Informations-veranstaltung im Roten Laden aufgenommen werden. Es wurden Vorschläge für eine verbesserte und mehrsprachige Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Und es gibt zahlreiche Anregungen für parlamentarische Initiativen im Kreistag und für weitere politische Foren.

Wie gut diese Ideen umsetzbar sind, hängt auch von der Finanzstärke des Vereins ab. Die Mitglieder, die als Hilfesuchende zu uns kommen, können wählen ob sie einen Beitrag zahlen oder nicht. Die meisten Mitglieder zahlen 12 Euro im Jahr. Jetzt kommt es darauf an, Fördermitglieder zu gewinnen, die sich einen höheren Beitrag leisten können.

Für die nächsten 10 Jahre gut aufstellen

Der Verein "Linke Hartz4-Hilfe Wetterau" wählte auf seiner Jahreshauptversammlung am 4. 5. 2023 einen neuen vergrößerten Vorstand. Die wiedergewählte Vorsitzende Anja ElFechtali erklärt: "Der Verein ist im letzten halben Jahr auf 154 Mitglieder angewachsen. Da ist es folgerichtig, dass auch der Vorstand größer sein sollte." Das neu gewählte Gremium besteht nun aus 8 Personen. Stellvertretender Vorsitzender ist weiterhin Karlheinz Hofmann, Kassenwart Peter Eickmann. Als Beisitzer wurden gewählt: Emir Can Yilmaz, Ivan Dimitrov, Erdal Kanbur, Khan Dawlatzay und Garabet Boghosian.

Die wichtigste Arbeit des Vereins sind die Sozialsprechstunden im Roten Laden, die zweimal wöchentlich stattfinden: montags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr. "Wir leisten ehrenamtlich Hilfe zur Selbsthilfe und begleiten durch den Behördendschungel", sagt ElFechtali. "Dass zu jeder Sprechstunde etwa 20 Hilfesuchende kommen zeigt, wie nötig diese Unterstützung ist. Es gibt viel zu wenig Anlaufstellen, die den Menschen bei den umfangreichen Anträgen und bei ihren vielen Fragen zur Seite stehen. Dazu kommen Sprachprobleme. Das Jobcenter hat seinen sowieso nur für Ukrainer:innen vorgehaltenen Dolmetschedienst aufgelöst. Doch Behördendeutsch verstehen auch viele Muttersprachler nicht ausreichend. Im Jahr 2022 haben ca.1200 Hilfesgespräche stattgefunden."

Zum Jahreswechsel konnte die Hartz4-Hilfe ihren 10. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass hatte der Verein den bekannten Armutsforscher Dr. Christoph Butterwegge eingeladen: Zum Forum "Reichtum für wenige - Armut für viele?" waren über 100 Interessierte in die Friedberger Stadthalle gekommen. Karlheinz Hofmann verweist auf die Brisanz der Armut: "In Hessen ist die Armutsquote aunf 18,5 Prozent gestiegen. Viele Menschen sind von Armut bedroht, besonders Mieten und Energiekosten belasten die unteren Einkommen sehr stark. Wir wollen, dass der soziale Wohnungsbau angekurbelt wird und die OVAG Sozialtarife einführt. Und man muss natürlich über eine angemessene Besteuerung der Hypervermögen sprechen!"

Entsprechend engagiert diskutierte die Jahreshauptversammlung über zukünftige Pläne. Es wurde beschlossen, für den Verein einen neuen Namen zu suchen. Denn mit der Umbenennung der Jobcenter-Leistungen zum "Bürgergeld" wird der alte Name bald nicht mehr verständlich sein. Jetzt werden Vorschläge gesammelt.
Ein weiteres Forum im Frühjahr 2024 soll prekäre Arbeitsverhältnisse genauer unter die Lupe nehmen. Nicht zuletzt der Streik der Lastwagenfahrer in Grävenhausen hat gezeigt, wie skrupellos Arbeiter:innen ausgenutzt werden. Viele der prekär Beschäftigten sind Osteuropäer:innen und Migrant:innen, die wenig Unterstützung haben.
Ein Dauerthema bleiben steigende Mieten und Energiepreise. Es zwar gibt in der Wetterau wenig große Immobilienhaie aber viele private Wohnungsbesitzer in Goldgräberstimmung. Es wurden öffentliche Aktionen beschlossen, um Druck für sozialen Wohnungsbau und Sozialtarife beim Strom zu machen.
Die migrantischen Mitglieder der Hartz4-Hilfe wünschen sich, dass sie nach fünf Jahren in Deutschland das kommunale Wahlrecht wahrnehmen können. "Es wird Integration gefordert aber gesellschaftliche Teilhabe und Mitbestimmung verwehrt. Deutschland ist ein Einwanderungsland", sagt Emir Can Yilmaz. "Hetze und Fremdenfeindlichkeit lösen keine Probleme!"

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Geburtstagsfeier: 10 Jahre Linke Hartz4-Hilfe

Großes Fest zum 10. Geburtstag der Linken Hartz4-Hilfe Wetterau: Viele nette Gäste, ein politischer Rückblick, gutes Essen und Musik.
In 10 Jahren ist viel passiert. Leider sind wir nicht überflüssig geworden. Wir setzen alles dran, dass wir das in den nächsten 10 Jahren schaffen: Auch Bürgerhartz ist Armut per Gesetz!

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Geburtstags-Matinée im Roten Laden: Linke Hartz4-Hilfe wird 10 Jahre

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Kaum zu glauben:

Im November 2012 wurde der Verein "Linke Hartz4-Hilfe Wetterau" gegründet.
Seit Januar 2013 finden zweimal in der Woche Sozialsprechstunden im Roten Laden statt.

Klar sind wir stolz darauf, so lange durchgehalten zu haben.
Aber dieses 10-jährige Jubiläum ist eine traurige Angelegenheit.
Dass so viele Menschen von Armut betroffen sind, dass so viele Menschen im Niedriglohnsektor arbeiten müssen und der Lohn nicht fürs Leben reicht und dass sie mit den Tücken des Hartz4-Systems nicht klar kommen, das ist eine Schande!
Sanktionen, Druck und Bürokratie machen die Menschen mürbe. Existenzsorgen machen krank.
Wir wollten von Beginn an nicht allein mildtätig arbeiten. Pestalozzi sagte: „Wohltätigkeit ist das Ersaufen des Rechts im Mistloch der Gnade.“ Da hat er sehr recht, denn es geht um soziale Rechte und nicht um milde Gaben.
Armut und Reichtum sind keine Kollateralschäden der Globalisierung, wie man uns oft glauben machen möchte. Sie sind im kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem vielmehr strukturell angelegt. Armut ist gewollt und bewusst erzeugt, sie diszipliniert die arbeitenden Menschen, die Angst vor dem sozialen Abstieg haben sollen. Angst vor Armut sichert die bestehenden Verhältnisse. Deshalb arbeiten viele unserer Vereinsmitglieder gleichzeitig politisch. Wir bringen die Themen aus der Sozialsprechstunde in den Kreistag ein. Wir klären auf, diskutieren überall, wo es möglich ist über Sozialpolitik und die Ursachen von Armut. Bei einer Armutsquote von 18,5 Prozent in Hessen ist das auch bitter nötig!

Chor:

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