aus dem ZOV

DIE LINKE im ZOV unterstützt Bündnis Windkraft Winterstein

Mit einem Antrag in der Verbandsversammlung des ZOV (Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe, u.a. OVAG) möchte die Fraktion „DIE LINKE“ erreichen, dass der Zweckverband dem Bündnis Windkraft Winterstein beitritt. Peter Eickmann aus Florstadt erklärt: „Der Windkraftausbau in Hessen ist mit einer Neuanlage in den ersten 3 Monaten dieses Jahres fast zum Stillstand gekommen und da ist es wichtig dafür zu sorgen, dass endlich eine Großvorrangfläche wie am Winterstein mit den 18 möglichen Anlagen bebaut wird“.

DIE LINKE hält es für sinnvoll, dass neben den Bürgern vor Ort auch der regionale Energieversorger in das Bündnis eingebunden wird. Der Fraktionsvorsitzende Dietmar Schnell erläutert: „In diesem Bündnis kann es dann zu einem inhaltlichen Austausch kommen über die Wege, der bei der Windkraft nicht eben professionell agierenden Landesregierung zu erklären, wie man zielgerichtet und nachhaltig die erneuerbaren Energien ausbaut.“

Windpark smallAuch für die OVAG und ihre Schwesterfimen wäre der Beitritt ein großer Gewinn, weil sie vom versammelten Knowhow der vielen Spezialisten aus den 29 Bündnisorganisationen profitieren könnte. Absprachen könnten dann über Planungsdetails bei der Belegung der Wintersteinfläche bis hin zum gemeinsamen Umgang mit Spezialthemen wie der Umwandlung von Windkraftüberschussstrom in Wasserstoff zur Nutzung bei der ZOV-Tochter VGO (Verkehrsgesellschaft Oberhessen) gehen. Die OVAG könnte dann auch ein Konzept zur Lieferung von vergünstigtem Windkraftstrom vom Winterstein an die Bürger:innen der Region vorlegen und mit dem Bürgerbündnis abstimmen, so Dietmar Schnell abschließend.

 

Antrag: OVAG soll für Photovoltaik zahlen - egal ob mit oder ohne Eigenbedarf

Antrag Mai 2022

Die OVAG zahlt bei Photovoltaik-Neuanlagen mit Eigenverbrauch zukünftig für eine Resteinspeisung in das OVAG-Netz die gleiche Summe pro kWh wie bei PV-Anlagen ohne Eigenverbrauch.

Begründung:

Das sog Osterpaket der Bundesregierung behindert eine optimale Dachnutzung für PV-Anlagen. Wer eine komplette Dachfläche belegt um den Strom zu 100 % in das Netz einzuspeisen erhält ca 14 Ct/kWh. Wer jedoch z.B. die Hälfte das Daches für den Eigenverbrauch nutzt, erhält für die Netzeinspeisung der anderen Hälfte nur ca 7 Ct/kWh. Damit wird aus ökonomischen Gründen in der Regel auf die Nutzung der 2. Dachhälfte verzichtet.
Dies soll die OVAG ausgleichen, indem sie diese Regelung der Bundesregierung kompensiert. Die OVAG würde bei der Zahlung von 14 Ct/kWh trotzdem profitieren, weil der Einkauf über die Strombörse deutlich teurer ist.
Die OVAG wäre zudem mit den besseren ökonomischen und ökologischen Bedingungen ein Leuchtbeispiel gegenüber der Behinderung des PV-Anlagenausbaues durch die Bundesregierung.

Antrag: Beitritt Bündnis Winterstein

16. Mai 2022

Beitritt Bündnis Winterstein

Der ZOV tritt als 30. Organisation dem größten hessischen Bündnis pro Windkraft, dem Bündnis Windkraft Winterstein, bei.

Begründung:
Dieses Bündnis ist im Kernbereich des ZOV tätig, tritt für Inhalte ein, die das Geschäftsmodell verschiedener ZOV-Töchter und -Enkelinnen tangieren und eröffnet dem ZOV neue Möglichkeiten nahe an Bürgerbeteiligungen und -diskussionen zu kommen. Dieses Bündnis ist deshalb eine Gelegenheit für der ZOV, von den vielfältigen Kontakt- und Einflussmöglichkeiten des Bündnisses, z.B. zu den Kommunen und der Landesregierung, zu profitieren und selbst Einfluss zu nehmen.

Antrag: Balkon-PV-Förderung

16. Mai 2022

Balkon-PV-Förderung


Der ZOV fördert Balkon-PV-Anlagen mit maximal zwei Modulen à 300 W bei Mieter:innen im OVAG-Gebiet mit 100.- €/Modul.

Begründung:
Mieter:innen leiden schon seit längerer Zeit neben ihren stetig steigenden Mieten unter den anziehenden Energiepreisen und sollten deshalb in Absprache mit ihren Vermietern die Chance erhalten, sich rund 5 % oder 10 % (bezogen auf ein oder zwei Module) ihres Stromes selbst ökologisch zu produzieren. Außerdem entlastet dies das OVAG-Netz und spart somit Ausbaukosten ein. Damit lassen sich soziale, ökonomische und ökologische Aspekte optimal verbinden.

DIE LINKE: ZOV soll Mieter mit Klein-Photovoltaik unterstützen

Da die Energiepreise immer stärker steigen und das auch besonders für den Stromsektor gilt, möchte DIE LINKE mit einem Antrag in der ZOV-Verbandsversammlung hier entgegenwirken. Mieterinnen und Mieter, die ja in der Regel keine Möglichkeit haben, sich z.B. mit einem Anteil Eigenenergie selbst zu versorgen, können hier profitieren: Balkonphotovoltaik. Die meisten Mieter:innen haben keine eigenen Dachflächen. Aber oft gibt es einen Balkon. Diesen können sie mit einem oder zwei PV-Modulen à 300 W „schmücken“.

Hierzu erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im ZOV, Dietmar Schnell: „Wenn der Balkon nicht im Norden liegt, ist er immer nutzbar und mit 2 Modulen kann man 10 bis 15 % des eigenen Strombedarfs über die Sonne erzeugen“. Besonders einfach ist es, wenn der Balkon auch noch über eine Steckdose zum Einspeisen des Sonnenstroms verfügt, was meistens der Fall ist. Es gibt Module, die man einfach an das Balkongeländer hängt, aber auch welche die ein kleines Gestell haben und damit schräg zur Sonne auf dem Balkon aufgestellt werden können. Bei einem Umzug kann man das mechanisch nicht fest montierte Modul einfach zur neuen Wohnung mitnehmen.

Die Fraktion DIE LINKE in der ZOV-Verbandsversammlung möchte nun, dass die Mieter:innen vom ZOV, der Mutter der OVAG, bei bis zu 2 Modulen mit je 100 Euro/Modul unterstützt werden. Neben dem sozialen Aspekt ergeben sich dabei durch die Art der Stromerzeugung auch noch ökologische Vorteile.

Fraktionsmitglied Peter Eickmann ergänzt: „Wenn die Balkon-PV in allen Haushalten installiert würde, könnte man über 10% der Stromlieferung in ganz Deutschland einsparen und die OVAG Netz GmbH könnte sogar mit großen Kostenersparnissen auf einen Teil des Stromnetzausbaus verzichten“.

Der Antrag der Fraktion Die LINKE zielt damit auch darauf ab, dass nicht nur für ein paar Monate ein Fördermodell läuft, sondern, bedingt durch die technische Laufzeit der Balkon-PV von mindestens 25 Jahren, sozial benachteiligte Menschen eine dauerhafte Unterstützung erhalten.

Keine überhöhten Strompreise an Ladestationen für E-Autos

Dietmar SchnellDIE LINKE hat einen Antrag in die nächste Versammlung des ZOV (Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe) eingebracht, nach dem die Ladesäulen der OVAG für Elektro-Fahrzeuge effektiver genutzt werden sollen. Die OVAG hatte in den letzten zwei Jahren für über eine Million Euro Ladesäulen in ihrem Gebiet aufgestellt. DIE LINKE recherchierte dann an ausgewählten Stellen vor Ort und konnte nur sehr selten Fahrzeuge entdecken, die geladen wurden. Festgestellt wurde allerdings ein aus Sicht der LINKEN überhöhter Strompreis an diesen Säulen, der 20 % über dem Haushaltsstrompreis lag. Daraufhin fragte die Fraktion im ZOV detailliert die Anzahl der Betankungen über jeweils längere Zeiträume für alle vorhandenen Ladesäulen ab. Hierzu stellt ZOV-Vertreter Rudi Kreich (DIE LINKE) fest: „Wir sind erschrocken, wie selten viele Säulen genutzt werden, oft nur ein- bis zweimal im Monat“. Auch wenn sich die OVAG 50 % der Investitionssumme vom Land Hessen hat erstatten lassen, bleibe doch ein ordentliches Sümmchen.

In den letzten Monaten habe man keine signifikanten Verbesserungen bei der Nutzung feststellen können, so Kreich weiter. Um dies zu ändern beantrage DIE LINKE nun, dass an allen Ladesäulen die die OVAG betreibt und an denen nur maximal zwei Ladenutzungen pro Tag erfolgen, die Preise für den zu tankenden Strom um 20 % unter dem Preis für den Haushaltskunden liegen sollen. Dies sei ein Anreiz für jene Menschen, die bislang einen großen Bogen um die OVAG-Säulen machten und somit ein sinnvolles Werbeangebot. Im Übrigen empfehle DIE LINKE der OVAG die Preise an den Ladesäulen zumindest dem Normalstrompreis anzupassen.

Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im ZOV, Dietmar Schnell, stellt abschließend fest: „Wir sollten die Brückentechnologie Elektro-Mobilität aus ökologischen und klimatischen Gründen voranbringen; Extraprofite generieren zu wollen, passt nicht dazu. Und außerdem muss die OVAG endlich das machen, was an jeder sonstigen Tankstelle üblich ist, nämlich von außen gut erkennbar den Preis für Stromladungen auszuweisen.“

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