aus dem ZOV

OVAG aufwachen! Jetzt zukunftsfähig werden!

Die Fraktion DIE LINKE./Piraten in der ZOV-Verbandsversammlung möchte den OVAG-Konzern aus seinem „Dornröschenschlaf“ holen und bei Themen wie moderne Netzgestaltung, Digitalisierung, E-Mobilität, erneuerbare Energien, Kooperation mit Prosumern (gleichzeitige Produzenten und Konsumenten von erneuerbarem Strom) oder zukunftsweisendem Stromvertrieb voran bringen. Andere Energieversorger nähmen schon seit langer Zeit die vielfältigen Förderprogramme zu diesen Themen auf EU-, Bundes- und Landesebene in Anspruch.

Hierzu fordern DIE LINKE./Piraten nun die OVAG in einem Antrag auf und ergänzen dies mit dem Wunsch auf Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Energiebranche im OVAG-Gebiet oder der THM (Technische Hochschule Mittelhessen). Hierzu der Fraktionsvorsitzende Dietmar Schnell: „Es ist im Interesse der Region und einer fortschrittlichen Energiepolitik dass die Akteure einer Branche zusammenarbeiten und voneinander profitieren. Nur so ist eine optimale regionale Wertschöpfung gewährleistet.“ Für Viktoria Klaus ist noch ein weiterer Punkt wichtig: „Es gibt in allen drei Landkreisen, in denen die OVAG vertreten ist, Energiegenossenschaften. Auch die sollten als Kooperationspartner in Betracht gezogen werden.“ Nach ihrer Meinung muss die OVAG nicht alle Räder neu erfinden, sondern solle ihre Mitgliedschaften in der ASEW (Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung), im VKU (Verband kommunaler Unternehmen) und Energieorganisationen nutzen, um sich zu vernetzen und Know-how auszutauschen. So würden z.B. der ASEW-Lehrgang zum Energieeffizienzmanager oder das ASEW-Seminar für regenerative Wärmekonzepte die OVAG schon ein Stück voranbringen. Wenn man dann festgestellt habe, was man denn innovativ wolle, müsse man sich zusätzlich noch mit den einschlägigen Förderstellen bei der EU, dem BUND und dem Land in Verbindung setzen. Und im dritten Schritt folge dann eine Umsetzung im OVAG-Gebiet zum Nutzen der Bevölkerung.

Linke möchte die OVAG für die Zukunft vorbereiten

Die Fraktion DIE LINKE/Piraten sieht bei der OVAG erheblichen Bedarf sich zu modernisieren. Die  Fraktionsmitglieder haben sich bei innovativen anderer Energieversorger umgeschaut und haben festgestellt, dass es viele mit der OVAG vergleichbare Unternehmen gibt, die schon jahrelang intensiv in neue Technologien einsteigen. Hierzu der Fraktionssprecher Dietmar Schnell: „Die OVAG muss langsam verstehen, dass erneuerbare Energien primär aus dem Wind- und Photovoltaikbereich in Verbindung mit Speichern eine 100% Stromversorgung in Deutschland ökonomisch und technisch sicherstellen kann und muß entsprechend handeln“. Für DIE LINKE/Piraten war der Zusammenbruch der Kohle-, Gas- und Atomstromversorgung im Januar diesen Jahres in Frankreich mit hunderttausenden tagelangen stromlosen Haushalten eine Warnung.

Wie man das alles besser machen und auch die OVAG vom ewig Gestrigen befreien kann, habe die Linken bei den Stadtwerken in Haßfurt studiert. Dort hat sich das Energieunternehmen mit Bürgern, Energiegemeinschaften, dem Landkreis und weiteren Akteuren zusammengetan, um 9,5 MW Solaranlagen, 30,9 MW Windkraftanlagen, 2,35 MW Biogas- und 3,0 MW Kraftwärmekopplungsanlagen zu errichten. Damit produziert man in Haßfurt etwa doppelt so viel Strom als man selbst benötigt. Aus dem Überschuss wird dann sogar Wasserstoff hergestellt, der z.B. in Fahrzeugen genutzt werden kann. Das Fraktionsmitglied Rudi Kreich stellt hierzu fest: „Wir möchten, dass die OVAG auf dieser Basis sich informiert und ein modellhaftes Konzept aufbaut, das den Anschluss an eine zukunftsweisende Energieversorgung ermöglicht. Ein `weiter so wie bisher` ist zum Schaden der OVAG, der Landkreise und der Umwelt“.

Die Linken finden es traurig, dass ein Stadtwerk wie in Haßfurt als „Perle der Energiewende“ von der Heinrich-Böll-Stiftung ausgezeichnet wird und bei der OVAG an vielen Stellen nur Stillstand festzustellen ist. Deshalb haben die Linken nun auch einen umfassend begründeten Antrag in die ZOV-Verbandsversammlung eingebracht, nach dem die OVAG sich in Haßloch informieren und dann selber daraus ein Projekt entwickeln soll.

E-Autos stehen herum: Linke will Wochenendnutzung

Frankfurter Rundschau vom 9. Mai 2018:

Die Fraktion Die Linke/Piraten in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Oberhessische Versorgungsbetriebe möchte, dass die OVAG ihre vorhandene E-Mobilität sinnvoller nutzt. Ihr sei aufgefallen, dass mehrere vorhandene Elektro-Fahrzeuge des Konzerns  insbesondere an Wochenenden nur herumstehen würden, heißt es in ihrer Mitteilung. „Wir möchten, dass sie dann zum kostengünstigen Testen der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden“, so Fraktionsmitglied Viktoria Klaus.

Ein entsprechender Antrag werde deshalb in die nächste Verbandsversammlung am 25. Mai 2018 eingebracht.

Die OVAG solle ein Konzept für die Wochenendnutzung erstellen und könne die Aktion auch mit Nutzerumfragen begleiten. Das Projekt könne auch einen ökologischen Mehrwert haben, wenn dadurch einige andere, klimaunfreundliche Autos wenigstens tageweise nicht genutzt werden.
Die Fraktion könne sich auch vorstellen, dass man die Elektro-Fahrzeuge an Samstagen, Sonn- und Feiertagen gemeinnützigen Vereinen oder Personen mit geringen Einkünften, die gar kein Auto besitzen, kostenfrei zur Verfügung stellt.

OVAG soll E-Fahrzeuge am Wochenende zum Testen frei geben

Die Fraktion DIE LINKE./Piraten in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) möchte, dass die OVAG ihre vorhandenen Möglichkeiten zur Etablierung der E-Mobilität sinnvoll nutzt. So ist der Fraktion aufgefallen, dass mehrere vorhandene Elektro-Fahrzeuge des Konzerns insbesondere an Wochenenden zu ungenutzten „Stehzeugen“ werden.

„Wir möchten diese in E-Fahrzeuge zum kostengünstigen Testen für die Bevölkerung umwandeln“, sagt das Fraktionsmitglied Viktoria Klaus.

Die Fraktion hat deshalb jetzt einen Antrag für die nächste ZOV-Verbandsversammlung am 25. Mai 2018 eingebracht, in dem die OVAG aufgefordert wird, ihre E-Autos an Wochenenden der Allgemeinheit für „Aufklärungs- und Testmöglichkeiten“ zum Selbstkostenpreis zur Verfügung zu stellen. Damit könne die OVAG aufzeigen, dass das Fahren solcher Autos fast geräuschlos und, bei der Nutzung von erneuerbarem Strom, umweltfreundlich sein kann.

Die OVAG solle ein Konzept für die Wochenendnutzung erstellen und könne die Aktion auch mit Nutzerumfragen begleiten. Das Projekt könne auch einen ökologischen Mehrwert haben, wenn dadurch einige andere, klimaunfreundliche Autos wenigstens tageweise nicht genutzt werden.

Die Fraktion DIE LINKE./Piraten kann sich auch vorstellen, dass man die Elektro-Fahrzeuge an Samstagen, Sonn- und Feiertagen gemeinnützigen Vereinen oder Personen mit geringen Einkünften, die gar kein Auto besitzen, kostenfrei zur Verfügung stellt.

DIE LINKE informiert sich im Energiepark Mainz

Im Rahmen einer Klausurtagung besuchte die Fraktion DIE LINKE./Piraten im Zweckverband Oberhessischer Versorgungsbetriebe, der Muttergesellschaft der OVAG, mit weiteren Interessierten den Energiepark in Mainz. In dieser weltweit einzigartigen Forschungseinrichtung wird im sogenannten Power-to-Gas-Verfahren seit zwei Jahren Strom aus erneuerbaren Energien, vornehmlich aus Windkraft, genutzt, um Wasserstoff herzustellen. Dieser wiederum lässt sich vielfältig als Energieträger einsetzen. Fraktionsvorsitzender Dietmar Schnell (vorne in der Mitte) zeigte sich von den Fortschritten in diesem Bereich beeindruckt: "Wir sehen hier einen wichtigen Baustein der Energiewende und insbesondere für eine dringend notwendige Verkehrswende, hin zu ökologisch vertretbaren Antrieben. Wir brauchen einen schnellen Ausstieg aus den Sackgassen Diesel und Benzin, aber das muss für alle bezahlbar sein."

Wasserstoff gilt als einer der Energieträger der Zukunft, da er im Gegensatz zu fossilen Stoffen bei der Verbrennung keine schädlichen Emissionen verursacht und aus erneuerbaren Energien gewonnen werden kann. Er kann u.a. als Kraftstoff in Wasserstoffverbrennungsmotoren oder in Brennstoffzellen verwendet werden sowie zur Speicherung von Energie.

Oberhessische Versorgungsbetriebe? Für wen oder was?

Oberhessische Versorgungsbetriebe? Für wen oder was?

Pressemitteilung, veröffentlicht: 11. Juni 2017 


"CDU und SPD nehmen den Namen ‚Oberhessische Versorgungsbetriebe‘ allzu wörtlich und nutzen den Zweckverband offenbar wieder einmal als Versorgungsbetrieb für amtsmüde Kommunalpolitiker", stellt Dietmar Schnell, Fraktionsvorsitzender der LINKEN / Piraten im ZOV (Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe) fest. Schon vor dem Wetterauer Landrat Arnold - der kürzlich Überlegungen, zur OVAG zu gehen, bestätigt hatte - wechselten Landräte und Vizelandräte aus Wetterau und Vogelsberg in diese ausgesprochen gut dotierten Vorstandsposten. Doch eine Sternstunde demokratischer Gepflogenheiten sei ein solcher Wechsel nicht.

„Wir haben eine andere Auffassung davon, wie Leitungspositionen in öffentlichen Betrieben besetzt werden sollten“, sagt Rudi Kreich von der Fraktion DIE LINKE. / Piraten im ZOV. „Im Vorfeld sollte da gar nichts hinter verschlossenen Türen besprochen werden! Wir erwarten, dass Bewerberinnen und Bewerber, die sich auf die Ausschreibung melden werden, eine realistische Chance erhalten." Ihre Expertise müsse ebenso unvoreingenommen geprüft werden, wie bei Landrat Arnold.

Kreich weiter: „Neben wirtschaftlicher Kompetenz erwarten wir vom neuen Vorstandsmitglied auch einen offenen Umgang mit der demokratisch gewählten Verbandsversammlung. Und dass in der Geschäftsphilosophie Transparenz und soziale Fragen eine Rolle spielen, wie beispielsweise die Vermeidung von Stromabschaltungen oder ein Sozialfonds zur Anschaffung energieeffizienter Haushaltsgeräte.“ Die Behandlung der OVAG als politischer Erbhof der großen Koalition sei nie in Ordnung gewesen. In dieser Zeit großer Umbrüche auf dem Energiesektor sollte es aber selbstverständlich sein, einen so wichtigen Posten mit einem ausgewiesenen Experten zu besetzen. "Nach unserem Kenntnisstand wurden auch schon Fachleute mit langjähriger Geschäftsführererfahrung und viel technischem Know-how insbesondere auf energetischen Zukunftsfeldern befragt, ob sie sich einen Vorstandsposten bei der OVAG vorstellen können. Und die Antwort war nicht negativ", meinte Schnell.

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