LINKE Hartz4-Hilfe Wetterau

Wo erhalten Sie Rat und Hilfe, wenn es Probleme mit dem Jobcenter oder bei der Sozialhilfe gibt? Wer hilft beim Ausfüllen von Formularen? Wer hört sich auch mal Sorgen oder Schwierigkeiten an und begleitet Sie zu Behördenterminen?
Die „Linke Hartz4-Hilfe Wetterau“ wurde von Menschen gegründet, die Erfahrung mit Hartz4 gemacht haben.

665 LINKE Hartz4 Hilfe
(v.l.n.r.) Daniel Kaufmann, Vorsitzender; Anja ElFechtali, Schatzmeisterin, Karlheinz Hofmann

Der Verein bietet:

  • ehrenamtlich Sprechstunden im Roten Laden an
    (Usagasse 23, Friedberg).
  • Jeden Montag von 14 bis 16 Uhr und jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr (werktags) können Sie Rat und Hilfe erhalten.
  • Wenn Sie das möchten, können Sie sich auch selbst engagieren.
  • Im Notfall: das Nottelefon ist derzeit wegen Krankheit nicht in Betrieb,
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Aktuell:

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Sommerpause der Sozialsprechstunde

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Die Sozialsprechstunde macht Sommerferien.
Letzte Sprechstunde: 14. Juli 2016
Erste Sprechstunde nach der Sommerpause: 22. August 2016
Nottelefon während der Sommerpause:
0176 34682499 (werktags 9 bis 18 Uhr)
E-mails sind möglich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Sozialsprechstunde findet jeden Montag von 14 bis 16 Uhr und jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr statt. An Feiertagen ist geschlossen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Jahresversammlung

Am 24. Juni 2016 findet um 19.30 Uhr im Roten Laden, Friedberg, Usagasse 23, die Jahresversammlung 2016 statt.

Wir bedanken uns bei den Flüchtlingen!

„Wir wollen uns bei den Flüchtlingen bedanken,“ sagt Daniel Kaufmann, Vorsitzender des Vereins „Linke Hartz4-Hilfe Wetterau“.

„Seit Jahren fordern wir mehr bezahlbaren Wohnraum. Wir fordern für Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, dass die Grundsicherung einen ausreichenden Anteil für Mobilität beinhalten muss. Wir weisen darauf hin, dass es mehr Lehrer/inn/en und Erzieher/inn/en geben muss und eine gute Förderung für ALLE Kinder. Jetzt endlich werden diese Themen wieder diskutiert.“

Kaufmann weist darauf hin, dass es nicht reicht, Flüchtlingen das Geld für ein Nahverkehrs-Ticket von ihrem Taschegeld abzuziehen und das als besondere Heldentat auszugeben. Er fordert Mut, die Realität wahrzunehmen: „Inzwischen gelten 20 Prozent der Bevölkerung als arm oder von Armut bedroht. Seit Einführung von Hartz IV werden Menschen, die von Grundsicherung leben, in vielerlei Hinsicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Wir brauchen keinen Flüchtlingswohnungsbau, keine Flüchtlings-Tickets und keine Flüchtlingsbildung. Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum, günstige Fahrpreise und eine gute Bildung - für Alle!“

Kaufmann wünscht sich einen Politikwechsel. „Viel zu lange wurden große Vermögen geschont und der Sozialstaat ausgehöhlt. Jetzt merken immer mehr Menschen, dass das der falsche Weg ist. Ohne die Flüchtlinge wäre diese Diskussion wohl noch nicht aufgebrochen.“

Jeden Montag und jeden Donnerstag Sozialsprechstunde

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Zweimal in der Woche findet im Roten Laden eine Sozialsprechstunde statt:

Montag von 14 bis 16 Uhr

Donnerstag von 16 bis 18 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Presseerklärung: Wir lassen uns nicht aufhetzen!

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Der Verein "Linke Hartz4-Hilfe Wetterau" beobachtet mit Sorge, dass Sozialneid zwischen Bundesbürgern mit niedrigem Einkommen und den jetzt einreisenden Flüchtlingen geschürt wird. 

"Wir lassen uns nicht aufhetzen!", sagt Daniel Kaufmann, der Vorsitzende des Vereins. "Wir wissen, dass die Flüchtlinge nicht an der sozialen Ungerechtigkeit Schuld sind. Deshalb haben die Mitglieder der Linken Hartz4-Hilfe einen Aufruf gestartet. Wir wollen darauf Aufmerksam machen, dass es soziale Ungleichheit schon vor der Ankunft der Flüchtenden gab."
Kaufmann weist darauf hin, dass mit den Hartz-Gesetzen Leiharbeit, Werksverträge, Minijobs, Endlospraktika und andere prekäre Beschäftigungsverhältnisse üblich wurden. Diese Politik zugunsten der Unternehmer ist die Ursache, dass inzwischen etwa 20 Prozent der Bevölkerung arm sind und kaum von ihrem Lohn leben können. In den letzten zehn Jahren haben wechselnde Regierungskoalitionen die Rechte der Arbeitnehmer/innen eingeschränkt. Mit Steuergeschenken an Reiche und Konzerne wurden die öffentlichen Haushalte ruiniert.
"Die richtig teuren Flüchtlinge sind die Steuerflüchtlinge! Für diese verfehlte Politik kann man nicht die Flüchtenden verantwortlich machen. Das ist infam und soll von den tatsächllich Verantwortlichen ablenken", ärgert sich Kaufmann.
Außerdem kritisiert die Linke Hartz4-Hilfe, dass Deutschland mit Waffenexporten und der Beteiligung der Bundeswehr an Kriegen, selbst zu den Fluchtgründen beiträgt. Kaufmann: "Diese Außenpolitik ist nicht im Interesse der einfachen deutschen Bevölkerung!"

Erklärung im Wortlaut:

 

Wir lassen uns nicht aufhetzen!

Soziale Ungerechtigkeit in Deutschland ist nicht dadurch entstanden, dass immer mehr Menschen vor Krieg, Armut, Hunger und politischer Verfolgung zu uns flüchten. Die soziale Ungerechtigkeit bestand schon vorher. Sie wird durch die Zunahme der Flüchtlinge aber deutlicher sichtbar.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagt, sie will Menschen in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen. Sie hat aber völlig ungerührt zugelassen, dass Flüchtlinge nicht legal nach Deutschland einreisen können und deshalb Tausende im Mittelmeer ertrunken sind. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat 2015 doppelt so viele Waffenexporte genehmigt wie im letzten Jahr. Die Bundeswehr ist weiterhin an Kriegen beteiligt, vor denen immer mehr Menschen fliehen.

Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Rentnerinnen und Rentnern, Erwerbslosen zeigen Merkel und Gabriel ein unfreundliches Gesicht:

Viele Menschen können durch Leiharbeit, Werkverträge, Niedriglöhne und Praktika nicht von ihrer Arbeit existieren. Hartz IV reicht nicht zum Leben und zwingt erwerbslose Menschen, bei Tafeln um Lebensmittel zu bitten. Weil kaum noch Sozialwohnungen gebaut wurden, gibt es viel zu wenig bezahlbare Wohnungen. Mit dem Hinweis auf leere Kassen, werden Bibliotheken, Bürgerhäuser, Schwimmbäder und Sportstätten geschlossen.

Jetzt will man uns weismachen, dass daran die Flüchtlinge Schuld sind. Finanzminister Schäuble (CDU) will die steigenden Ausgaben durch Kürzungen in allen Bereichen ausgleichen. In manchen Städten werden Mieterinnen und Mieter unter dem Vorwand, ihre Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen zu brauchen, gekündigt. Es gibt Vorschläge, den Mindestlohn wegen der Flüchtlinge zu senken und damit ein neues Lohndumping zu beginnen.

Wir wissen, dass die Flüchtlinge nicht an der sozialen Ungerechtigkeit Schuld sind.

Schuld daran sind die Parteien CDU, SPD, Grüne und FDP. Sie haben in wechselnden Koalitionen die Renten und das Arbeitslosengeld gekürzt, die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eingeschränkt und mit Steuergeschenken an Reiche und Konzerne die öffentlichen Haushalte ruiniert. Dafür die Flüchtlinge verantwortlich zu machen, ist infam und soll von den tatsächlich Verantwortlichen ablenken.

Wir lassen uns nicht gegen die Flüchtlinge aufhetzen, sondern sind mit ihnen solidarisch. Die Grenze verläuft nicht zwischen ihnen und uns, sondern zwischen den Reichen, den Konzernen und uns. Wir stellen uns dagegen, wenn Rechtspopulisten und Neonazis die soziale Not für ihre menschenverachtenden Zwecke nutzen wollen.

Wir fordern ein Sofortprogramm für soziale Gerechtigkeit:

  • Winterfeste Flüchtlingsunterkünfte müssen eingerichtet werden, notfalls durch Beschlagnahmung von leerstehenden Büros und Luxuswohnungen. Jährlich müssen in Hessen 10.000 Sozialwohnungen gebaut werden.

  • Schulen, soziale Einrichtungen und Behörden müssen entsprechend dem steigenden Bedarf mit Geld und Personal ausgestattet werden. Staatliche Aufgaben dürfen nicht dauerhaft auf Ehrenamtliche abgewälzt werden.

  • Der Mindestlohn muss auf mindestens 10 Euro angehoben und die Ausnahmen müssen abgeschafft werden. Wir brauchen ein Investitionsprogramm für Bildung und einen öffentlichen Beschäftigungssektor. Hartz IV muss durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung von 1050 Euro ersetz werden.

  • Den Reichen nehmen, den Armen geben: Die wirklich teuren Flüchtlinge sind die Steuerflüchtlinge! Die Steuergeschenke an Konzerne und Reiche seit der Regierung Helmut Kohl müssen rückgängig gemacht werden. Soziale Sicherheit für alle ist möglich, wenn den Reichen das Geld dafür von ihren milliardenschweren Bankkonten genommen wird.

  • Das Grundrecht auf Asyl muss in vollem Umfang wieder hergestellt werden. Gegen Rechtspopulisten und Neonazis müssen die bestehenden Gesetze strikt angewendet werden. Ein Wegsehen von Polizei und Justiz darf es nicht geben.

 

Sozialkompass für die Wetterau

hier downloaden

 

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Dieser Sozialkompass soll Ihnen helfen, sich im Dschungel der Behörden und sozialen Dienste besser zurechtzufinden.

Gerade wenn Sie in einer Notlage sind,erscheint alles undurchschaubar, unübersichtlich und abweisend. Aber auch im täglichen Leben kann dieser Kompass helfen. Sie finden Notrufnummern, schnelle Hilfen, Telefonnummern und Asdressen, Tipps Anregungen und vieles mehr.

Wir haben möglichst nur öffentliche Dienste, gemeinnützige Organisationen und Vereine aufgeführt. Private Firmen und private Adressen sind die Ausnahme.

Reiche Menschen können sich alle Dienstleistungen privat kaufen. Doch die Mehrheit der Menschen braucht ein gut funktionierendes öffentliches Dienstleistungssystem. Öffentlich ist wesentlich! Dafür setzt sich DIE LINKE. ein.

Ein persönliches Gespräch kann nicht durch diesen Sozialkompass ersetzt werden. Besuchen Sie unsere Sprechstunde: werktags, jeden Montag von 14 bis 16 Uhr und jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr. Roter Laden, Usagasse 23, Friedberg.

Sie erhalten den Sozialkompass auch in Papierform im Roten Laden.
Er kostet 2,50 Euro, für Menschen mit geringem Einkommen 1 Euro.

Der Sozialkompass entstand in Zusammenarbeit mit dem Verein "Linke Hartz4-Hilfe Wetterau".

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