Foto: Peter Zeichner.und Gabi Faulhaber (vorne), Anja ElFechtali, Viktoria Klaus - Piratin (hinten)

Fraktion DIE LINKE. / Piraten im Kreistag der Wetterau.


Gibt es positive Veränderungen bei den Noteltern?

Die Fraktion DIE LINKE. bittet um die Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Wie hat sich die Betreuung der ambulanten Pflegeeltern (Noteltern) entwickelt, seit „PETRA“ diese Aufgabe übernommen hat?

a) Haben sich die Verbleibzeiten bei den Noteltern für die Kinder seither verkürzt und wenn ja, um welchen Zeitraum? Für wie viele Kinder?

Antwort:
Ein aussagekräftiger Vergleich (ehemalige Träger des Pflegekinderwesens zu PETRA) bzgl. der durchschnittlichen Verbleibzeiten in Bereitschaftspflegestellen lässt sich noch nicht ermitteln. In der Vergangenheit wurden die Verweildauern auf die Gesamtheit aller untergebrachten Kinder (auch jahresübergreifend) ermittelt. Die durchschnittliche Verweildauer in Bereitschaftspflegefamilien betrug hier 390 Tage.
Zum 1.1.2014 übernhahm Projekt PETRA die Aufgabe des Pflegekinderwesens für den Wetteraukreis.
Seit dem 1.1.2014 sind 7 Kinder, die durch Projekt PETRA aufgenommen wurden, zurückgeführt oder in eine andere Hilfeform vermittelt worden. Die durchschnittliche Verweildauer dieser Kinder beträgt 78 Tage (=2,6 Monate), davon war die kürzeste Unterbringungsdauer 48 Tage und die längste 105 Tage.

b) Wie hat sich die Anzahl der ambulanten Pflegeeltern entwickelt? Gibt es nun mehr oder weniger Noteltern seit „PETRA“ die Betreuung übernommen hat? Oder ist ihre Anzahl gleich geblieben?

Antwort:
Zum Übernahmezeitpunkt wurden laut Statistiken der AWO und der ev. Familienbildungsstätte 120 Vollzeitpflegefamilien mit 156 Pflegekindern sowie 11 Bereitschaftspflegefamilien mit 10 Bereitschaftspflegekindern betreut. 
Zum heutigen Datum betreut PETRA 129 Vollzeitpflegefamilien mit 170 Pflegekindern sowie 11 Bereitschaftspflegefamilien mit 19 Bereitschaftspflegekindern.
In Bezug auf die Bereitschaftspflegefailien gab es drei Familien, die aufgrund der Aufnahme eines Kindes in Vollzeitpflege pausieren, eine Familie ist ausgeschieden, da sie Erziehungsstelle geworden sind und es gibt vier Familien, die neu gewonnen werden konnten. Dies erklärt die gleich gebliebene Anzahl an Bereitschaftspflegefamilien.
Seit dem 1.1.2014 gab es 57 Anfragen von Familien, die Pflegefamilie werden wollten. Davon sind aktuell 11 Pflegefamilien geschult und anerkannt, weiter 28 befinden sich noch in der Überprüfungsphase.

c) Wie viele Inobhutnahmen gab es bisher im Jahr 2014? Konnten diese Kinder im Wetteraukreis bei Noteltern untergebracht werden oder mussten auch Kinder in Nachbarkreise ausweichen?

Antwort:
Bei Porjekt PETRA wurden in die Bereitschaftspflegefamilien bisher 22 Kinder aufgenommen. Ein Ausweichen auf Bereitschaftspflegefamilien außerhalb des Wetteraukreises war nicht erforderlich.

d) Wie werden die Noteltern betreut?

Antwort:
Die Unterbringung eines Kindes in die Bereitschaftspflegefamilie wird nach Anfrage vom Jugendamt durch Projekt PETRA vorbereitet und im Einzelfall das Ankommen des Kindes in der Familie begleitet. Es erfolgt eine kontinuierliche Begleitung und Beratung der Bereitschaftspflegefamilie zu Themen wie Gesundheitsfürsorge, Gestaltung des Alltags mit dem Kind, Kontakt zur Herkuntsfamilie sowie Perspektivklärung für das Kind.
Während der gesamten Zeit der Unterbringung des Kindes erfolgt eine Dokumentation gemeinsam mit den Bereitschaftspflegefamilien über den Entwicklungsstand sowie die weitere Entwicklung des Kindes und den Ablauf von Umgangskontakten mit der Herkunftsfamilie. Diese intesive Betreuung und Beratung erstreckt sich bis zur endgültigen Perspektivklärung für das Kind und beim Übergang in eine andere Hilfeform bzw. Rückführung nach Hause.

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