Wohnungen: Wirtschaftlichkeit darf nicht erstes Ziel sein

Wohnen ist ein Menschenrecht! Damit ist klar: bezahlbarer Wohnraum ist eine Aufgabe der Politik. Auch Geringverdiener müssen sich in Karben eine Wohnung leisten können. Wirtschaftlichkeit kann nicht das erste Ziel kommunaler Wohnungspolitik sein.

Die Karbener WOBau besitzt aktuell nur noch 91 Wohnungen. Davor wurde eine Vielzahl renovierungsbedürftiger Wohnungen verkauft, weil man die Sanierungskosten scheute. Mit den Erlösen sollen jetzt wenige neue Wohnungen "die den Anforderungen von Mietern" genügen, gebaut werden. Fraglich ist nur, wer sich die Mieten dieser Wohnungen leisten kann. 

 

Stadtrat Stein bemängelte öffentlich, dass die Opposition im Aufsichtsrat der WoBau keine Anträge für mehr günstigen Wohnraum stellt. DIE LINKE. hat leider keinen Vertreter in der WoBau, sonst würden wir das übernehmen.
Der von CDU/FW/FDP dominierte Aufsichtsrat der WoBau kommt natürlich selbst nicht darauf, für solche Anträge zu sorgen.

Im Gegenteil: nach der Amtsübernahme von Rahn und Stein beschloss der Aufsichtsrat, dass die Ertragssituation durch Verkäufe nicht mehr rentabler Liegenschaften zu verbessern sei. 

Viele Karbener sind allerdings der Meinung, dass eine am Gemeinwohl orientierte Stadt dafür sorgen muss, dass nicht immer mehr städtischer Besitz in private Hände übergeht. Privatbesitzer haben nicht mehr Kompetenzen im Umgang mit sanierungsbedürftigem Wohnraum, als die Stadt selbst. Private Besitzer kaufen nicht öffentliche Wohnungen, damit Karbener Bürger/innen günstig wohnen können, sondern um Profite zu erzielen.

Wir LINKE meinen: offentliche Daseinsfürsorge sieht anders aus. Karben muss mehr städtische Wohnungen bauen und sie zu bezahlbaren Preisen vermieten, damit Menschen mit kleineren Einkommen auch zukünftig in Karben wohnen können.

 

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