Foto: Peter Zeichner.und Gabi Faulhaber (vorne), Anja ElFechtali, Viktoria Klaus - Piratin (hinten)

Fraktion DIE LINKE. / Piraten im Kreistag der Wetterau.


Klimanotstand anerkennen - Auch regional handeln

Kreistagssitzung 28. August 2019

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
Meine Damen und Herren!

Schon bevor der Amazonas-Regenwald in nie gekanntem Umfang brannte, waren die Lungen der Erde durch Brandrodungen in Gefahr: In Indonesien, in der russischen Tundra, in Zentralafrika, Australien, Europa …
Brände gab es schon immer, ja! Nur heute sind die Katastrophen in erster Linie durch profitgetriebe Anschläge auf das Ökosystem der Erde zurückzuführen.
Das macht die Dringlichkeit noch deutlicher:Es muss ein Umdenken stattfinden!
Das Umdenken muss zügig stattfinden! Das Umdenken muss überall stattfinden!

An sich braucht der weltweite Klimanotstand nicht mehr ausgerufen zu werden. Er ist längst eingetreten – und das mit aller Wucht. Noch nie in der Menschheitsgeschichte war so viel klimaschädliches CO2 in der Atmosphäre wie heute. Durch die Erderwärmung werden zusätzlich große Mengen Methan (und andere umweltschädliche Gase) freigesetzt. Das führt zu einem exponentiellen Anstieg der Temperaturen.
Der menschengemachte Klimawandel übertrifft alle natürlichen Klimaeinflüsse um ein Vielfaches.
Es ist dringend nötig, auch vor Ort alles zu tun, den CO2 Ausstoß zu senken,
aber auch die Wasserressourcen zu schonen und Bodenversiegelungen zu vermeiden.
Deutschland mag seinen CO2-Ausstoß verringert haben. Aber als hochentwickeltes Industrieland haben wir die Mögllichkeiten, diesen schädlichen Ausstoß noch weiter abzusenken und darüber hinaus
Technik und Standards für andere Länder zu entwicklen.

DIE LINKE. sieht darüberhinaus die Notwendigkeit, Klimaschutz und Strukturwandel auf allen Ebenen sozial gerecht umzusetzen.
Wie seinerzeit bei der Haushaltskonsolidierung erfordert dies einen Paradigmenwechsel:
Vom einfachen Wachstumsmanagement mit all seinen fatalen lokalen, regionalen wie weltweiten klimatischen Folgen hin zu einer Politik, die ihr gesamtes Handeln auf den damit verbundenen CO2‐Ausstoß überprüft ‐ und dies als Pflichtaufgabe für alle Ämter und Dezernate!
Dazu eine Abkehr der unkritischen Abwälzung der Kosten auf die Mehrheit der Bevölkerung mit Massenabgaben, wie der CO2-Steuer, sondern eine Wende dahin, dass Hauptverursacher und Großverbraucher entsprechend zahlen müssen und gemäß Verbrauch und Umweltbelastung besteuert werden.

Eine Möglichkeit zur Aufklärung und zur Schaffung von Umwelbewusstsein könnte die VHS mit einem entsprechenden Programm beisteuern.
Die VHS ist direkt Teil des Wetteraukreises und könnte sofort auf ein Programm der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF zurückgreifen, das gemeinsam mit Klimaforschern zum regionalen Klimaschutz entwicklet wurde – wenn das politsch gewollt wird.

Wir bitten Sie um Zustimmung!

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Im Notfall: 0176 34682499
(werktags 9 bis 18 Uhr)

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