Foto: Peter Zeichner.und Gabi Faulhaber (vorne), Anja ElFechtali, Viktoria Klaus - Piratin (hinten)

Fraktion DIE LINKE. / Piraten im Kreistag der Wetterau.


Änderungsantrag: Ein Wasserressourcenmanagement für die Wetterau!

Sehr geehrter Herr Häuser,

Wir bitten Sie, den folgenden Änderungsantrag zum TOP 30 der Kreistagssitzung am 20. Mai 2020 auf die Tagesordnung zu nehmen:

Der Kreistag beauftragt den Kreisausschuss, ein integriertes Wasserressourcen-management entsprechend dem Leitbild des Landes Hessen auszuarbeiten und für die darin benannten Maßnahmen eine Umsetzungsplanung (Zeitleiste) zu erarbeiten.

Der Kreistag beauftragt den Kreisausschuss, Sofortmaßnahmen zum Grundwasserschutz und ein worstcase-Szenario zeitnah vorzulegen und sich bei der Erarbeitung an den Hessischen Leitlinien zum Wasserressourcenmanagement zu orientieren.

Der Kreistag beauftragt den Kreisausschuss, mit der Stadt Frankfurt Verhandlungen über einen nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser aufzunehmen. In erster Linie soll es darum gehen, die Fernwasserlieferungen und die Grundwasserentnahme zu reduzieren und in Frankfurt Betriebswassersysteme und die Nutzung eigener Wasserressourcen einzufordern.


Begründung:
Nach mehreren trockenen Jahren stellt sich die Frage: Wie können wir die Wasserversorgung nachhaltig sichern? Reicht es, für die Metropolregion Rhein-Main immer neue Quellgebiete anzuzapfen und Pipelines aus den ländlichen Regionen ins Rhein-Main-Gebiet zu bauen?
46 Millionen Kubikmeter Wasser werden in Frankfurt im Jahr verbraucht. Das Wasser kommt aus dem Vogelsberg, aus dem Wohratal, aus Inheiden im Landkreis Gießen, aus dem Burgwald bei Marburg und dem südhessischen Ried. Das Umland versorgt die Metropole mit Wasser. Die finanzschwachen Landregionen sind auf den Wasserverkauf angewiesen. Für Frankfurt ist der Einkauf des Wassers billiger, als eigene Brunnen oder Aufbereitungsanlagen zu betreiben und konsequent Betriebswasser zu nutzen. Das hat ökologische Auswirkungen: Der Grundwasserspiegel sinkt, Quellen fallen trocken, die Liefergemeinden mussten schon selbst Wasser einkaufen. Immer häufiger wird die Forderung erhoben, Frankfurt soll mehr Anstrengungen unternehmen und selber Wasser fördern, Mainwasser reinigen und Betriebswassersysteme verbindlich vorschreiben.

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Im Notfall: 0176 34682499
(werktags 9 bis 18 Uhr)

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